Artikel-Schlagworte: „Erzeuger“

PostHeaderIcon Arbeitsplätze sichern

Die Krise hängt derzeit wie das allseits bekannte Schwert des Damokles über uns. Aber ist diese Krise wirklich eine so große Bedrohung? Ich denke nicht. Zumindest lässt sich diese Bedrohung teilweise vermeiden. Wenn nur genügend Unternehmer genau zu dieser Zeit mutig genug sind, geplante oder tatsächlich nötige Investitionen zu tätigen, dürfte das in der Tat zumindest Arbeitsplätze sichern. Das wiederum sorgt dafür, dass die Zahl derer die arbeitslos sind nicht steigt. Wäre das nicht ein riesiger Erfolg an sich? Ich denke schon! Investition ist aber nicht gleich Investition. Sicher ist es sehr wichtig, zum Beispiel in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren. Denn qualifizierte Mitarbeiter können Kunden besser beraten, die anliegenden Aufgaben schneller erledigen und auch die Arbeitsabläufe optimieren. Die Qualifizierung der Mitarbeiter würde  auch dafür sorgen, dass auf dem Bildungssektor Arbeitsplätze erhalten bleiben. Arbeitsplatzsicherung ist aber auch gegeben, wenn ein Unternehmen seine Anlagenwerte regelmäßig instand halten würde. So sollten beispielsweise regelmäßig Hotelzimmer renoviert werden. Welcher Gast mag sich schon in einem Raum aufhalten, wo die Möbelbezugsstoffen auf dem Sessel abgewetzt oder die Gardinen von Motten zerfressen sind? Ebenso dürfte es sich für den Einzelhändler lohnen, regelmäßig die Räume zu renovieren und zu verändern, die mit Publikumsverkehr frequentiert sind. Denn der Kunde kommt sicher lieber wieder zum Einkaufen, wenn das Geschäft nicht nur sauber und ordentlich eingeräumt ist, sondern eben auch dann, wenn auch gelegentlich die Regale erneuert oder die Wandfarben verändert werden. Auch branchenübergreifend würden hier Arbeitsplätze wenigstens gesichert. Denn wenn Renovierungsaufträge zum Beispiel an den benachbarten Malerbetrieb oder den Möbeltischler aus dem Nachbarort gehen, werden regional Arbeitsplätze erhalten. Ebenso kann es beim Lebensmittelhändler geschehen, indem er speziell seine Frischwaren von regionalen Erzeugern bezieht. So kann er Frische garantiert bekommen und durch kurze Lieferwege zusätzlich Kosten sparen. Doch alles Investieren hilft nichts, wenn bei Unternehmen mit täglich wiederkehrenden Bargeschäften eine veraltete Kasse nicht in der Lage ist, die nötigsten Vorgaben zu speichern. Aktuell wird vom Gesetzgeber erwartet, dass eine Kasse dem Kunden einen Beleg erstellen kann der folgendes beinhaltet: Name und Anschrift des Händlers, Datum des Bargeschäftes, Einzelauflistung aller Artikel, Auflistung alle Einzel- und Gesamtpreise sowie den Gesamtnettopreis, den Gesamtbruttopreis und den Gesamtumsatzsteuerbetrag. Ebenso muss das Kassensystem dahingehend in der Lage sein, eine fortlaufende Bonrolle mit selbigen Daten zu bedrucken. Diese Bonrolle dient bei der täglichen Abrechnung der als Beleg für die getätigten Bargeschäfte. Diese –rolle ist als Beleg den Finanzbehörden gegenüber gültig. Zusätzlich können betriebseigene Journale mit den täglichen Umsätzen beschriftet werden. Alles muss aber zwingend übereinstimmen. Differenzen sind nachweis- und belegpflichtig. Und wenn ein vorhandenes nicht in der Lage ist, die nötigen Belege zu erstellen dürfte es aller höchste Zeit sein, in neue zu investieren. Und da die Hersteller von Kassensystemen laufend ihre Forschung und Entwicklung fortführen dürfte es auch sicher sein, dass man als Kunde dort , und erwerben kann, die den aktuellen gesetzlichen Forderungen entsprechen. Also dürften auch hier branchenübergreifend Arbeitsplätze gesichert sein, wenn Unternehmer mit Bargeschäften in investieren.

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PostHeaderIcon Kampf um faire Milchpreise

Bereits im Frühjahr hatten Milchbauern massiv für höhere und vor allem faire Milchpreise gekämpft. Anstatt die an Molkereien zu bis dato unerhört niedrigen Preisen abzugeben, wurden viele tausend Liter im Ausguss entsorgt und damit Einkommensausfälle und leere Kassen in Kauf genommen. Auch Proteste in Berlin vor Regierungsgebäuden und Gespräche mit zuständigen Politikern wurden geführt. Danach gingen die Preise für und Milchprodukte im in die Höhe, doch die Preise kamen bei den Milcherzeugern nicht an. Die Einnahmen blieben im Keller, während im Einzelhandel die Kasse klingelte. Nun, einige Monate später, gehen die Preise im wieder herunter, die Bauern werden unter Druck gesetzt, die für noch geringere Preise abzugeben. Die Betriebskosten vor Ort werden teilweise nicht mehr gedeckt. Den Verbraucher wird es freuen, dass seine Haushalts- Kasse durch solche Preispolitik geschont wird. Aber sollte man nicht lieber ein par cent mehr für den Liter hergeben, damit am anderen Ende der Kette der seine Unkosten gedeckt bekommt und auch was in der übrig bleibt? Denn wenn der für seine Arbeit noch zusätzlich staatliche Sozialleistungen benötigt, belastet das auch die kommunalen Kassen und Haushalte. Denn die Milchbauern haben notwendige aber sehr höhe Betriebsausgaben wie Energiekosten, Futterkosten, Gebäudeinstandhaltung, Tierarztkosten, Kontrollen durch Veterinär- und andere Behörden. Das ist ein enormer finanzieller Aufwand, der nicht einfach so aus der Portokasse zu finanzieren ist. Da sollte der schon einlenken und der Verbraucher einsichtig sein. Sogar der Bauernverband wirft einem Lebensmitteldiscounter Erpressung der Molkereien vor. Letztere verarbeiten die Rohmilch der Bauern zu den verschiedenen Milchprodukten wie Käse, Joghurt, Quark und so weiter. Auch die Molkereibetriebe sind darauf angewiesen, Preise in einer Mindesthöhe für ihre Produkte zu bekommen. Der Fuhrpark ebenso wie der Maschinenpark verursachen Kosten, die zu decken sind. Sprit, Versicherung, Wartung und Instandhaltung sind wahrscheinlich nur die wichtigsten aber nicht die einzigen Kostenfaktoren, die erst einmal in die Betriebskasse hinein gewirtschaftet werden müssen. Über kurz oder lang kann es nicht funktionieren, dass ein Teil der Wirtschaft immer steigende Gewinne erwirtschaftet, damit aber auf Kosten anderer – hier und Verbraucher – sein Unwesen treibt. Denn stimmt bei einem das Einkommen nicht, kann er beim anderen auch keinen Umsatz tätigen. Da nutzen dem auch die modernsten Kassensysteme nicht, wenn diese Mangels tätiger Kassiererinnen nicht in Betrieb sind oder zumindest nicht den erhofften Umsatz zeigen. Denn Kassensturz ist immer am Ende. Das Ende muss aber nicht zwangsläufig mit Schrecken behaftet sein. Wenn alle sich auf faire Bedingungen einlassen, kann auch bei allen Beteiligten die stimmen.

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