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Kassen und Wurstwaren beim Bäcker
Die Ausstattung einer Bäckerei ist eigentlich jedem bekannt: hinter der Kuchentheke befindet sich das Brotregal, häufig ist die Theke auch zum Teil mit einer Kühlung versehen, wo empfindliche Torten oder auch zu kühlende Handelswaren wie Milch und Käse zur Warenpräsentation gelagert sind. Eine Kasse ist in jeder Bäckerei zu finden. Sogar selten trifft man beim Bäcker an, dass nicht wenigstens eine elektronische Registrierkasse genutzt werden. Bislang sind in der Tat in Bäckereien natürlich als Hauptproduckte Backwaren in Form von Brot, Kuchen und Kleingebäck zu finden. Aber schon in den 1980’er Jahren gab es sehr viele Bäckereibetriebe, die auch Handelswaren in kleineren Mengen verkauften. Da sind auch heute noch zum Beispiel lose Süßigkeiten zu bekommen, Schokoladentafeln oder auch Pralinen namhafter Hersteller. Auch Erfrischungsgetränke waren und sind beim Bäcker zu bekommen. Seit den 1980’er Jahren haben sich aber, zumindest technisch die Kassen in den Bäckereien rasant weiter entwickelt. Gab es damals zwar auch schon elektronische Registrierkassen, die auch mit einem Display ausgerüstet waren um dem Kunden den Zwischenbetrag oder auch die zu zahlende Gesamtsumme anzeigten, so ist doch die Bedienung seitens der Verkäuferinnen erheblich vereinfacht worden. Allein die ergonomische Ausführung einer Registrierkasse zur leichteren Bedienung hat sehr viel Erleichterung gebracht. Auch haben viele Registrierkassen große Displays, worauf die Verkäuferin alles Wichtige wie Artikelbezeichnung, Menge sowie Grund- und Gesamtpreise angezeigt bekommt. Damit ist die Selbstkontrolle gewährleistet, dass alle vom Kunden gewünschten Waren in der Kassensoftware erfasst sind und dass nichts vergessen oder versehentlich hinzugefügt wurde. In kleinen Bäckereien, die inhaber- oder familiengeführt sind, findet man tatsächlich noch die gute alte elektronische Registrierkasse. Etwas anderes wäre auch mehr als gewöhnungsbedürftig. Obwohl auch hier Neuerungen durchaus zum Vorteil für Betrieb und Kundschaft dienen können. Filialbäckereien sind da schon aus Notwendigkeit mit mehr ausgestattet. Moderne Kassensysteme, die auf Anforderungen in der Bäckerei abgestimmt sind, erleichtern viele Arbeitsabläufe ganz enorm. Mit einer online-Leitung können Tagesabrechnungen von jeder Filiale aus zur Betriebszentrale übermittelt werden, ebenso die in der Kassensoftware täglich erfassten Retourenlisten. Bestellungen können ebenso auf diesem Weg erteilt werden, damit jede Filiale am nächsten Tag unmissverständlich die Waren zur Verfügung hat, die benötigt sind. Auch die Arbeitszeiterfassung ist üblicherweise über das Kassensystem möglich. Dafür bieten Kassenhersteller Zubehörteile an, die jedes für sich einzelnen Mitarbeitern zugeordnet werden kann. Auch hier können für Sonderverkäufe netzwerkfähige Registrierkassen an das Kassensystem angegliedert werden. Ein Anlass hierzu ist zum Beispiel der besondere Verkauf von Berlinern an Karneval und Silvester. Beim Fleischer findet man häufiger schon mal, dass dort auch in kleinen Mengen Brot verkauft wird. Aber dass beim Bäcker auch Wurst zu bekommen ist, hat man bisher noch nicht erlebt. Ein Bäcker in Süddeutschland hat mit einem (benachbarten?) Fleischermeister diese Idee umgesetzt. Der Bäcker hat nun eine gekühlte Frischwursttheke im Laden stehen. Diese Waren werden wahrscheinlich über die Kasse der Bäckerei mit kassiert und die Abrechnung mit dem Metzger erfolgt dann in regelmäßigen Abständen, Die leistungsstarke Kassensoftware eines Kassensystems ist hier wohl nicht zwingend nötig, könnte aber bei Ausdehnung dieser Geschäftsbeziehung empfehlenswert sein.
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Kampf um faire Milchpreise
Bereits im Frühjahr hatten Milchbauern massiv für höhere und vor allem faire Milchpreise gekämpft. Anstatt die Milch an Molkereien zu bis dato unerhört niedrigen Preisen abzugeben, wurden viele tausend Liter im Ausguss entsorgt und damit Einkommensausfälle und leere Kassen in Kauf genommen. Auch Proteste in Berlin vor Regierungsgebäuden und Gespräche mit zuständigen Politikern wurden geführt. Danach gingen die Preise für Milch und Milchprodukte im Handel in die Höhe, doch die Preise kamen bei den Milcherzeugern nicht an. Die Einnahmen blieben im Keller, während im Einzelhandel die Kasse klingelte. Nun, einige Monate später, gehen die Preise im Handel wieder herunter, die Bauern werden unter Druck gesetzt, die Milch für noch geringere Preise abzugeben. Die Betriebskosten vor Ort werden teilweise nicht mehr gedeckt. Den Verbraucher wird es freuen, dass seine Haushalts- Kasse durch solche Preispolitik geschont wird. Aber sollte man nicht lieber ein par cent mehr für den Liter Milch hergeben, damit am anderen Ende der Kette der Erzeuger seine Unkosten gedeckt bekommt und auch was in der Kasse übrig bleibt? Denn wenn der Erzeuger für seine Arbeit noch zusätzlich staatliche Sozialleistungen benötigt, belastet das auch die kommunalen Kassen und Haushalte. Denn die Milchbauern haben notwendige aber sehr höhe Betriebsausgaben wie Energiekosten, Futterkosten, Gebäudeinstandhaltung, Tierarztkosten, Kontrollen durch Veterinär- und andere Behörden. Das ist ein enormer finanzieller Aufwand, der nicht einfach so aus der Portokasse zu finanzieren ist. Da sollte der Handel schon einlenken und der Verbraucher einsichtig sein. Sogar der Bauernverband wirft einem Lebensmitteldiscounter Erpressung der Molkereien vor. Letztere verarbeiten die Rohmilch der Bauern zu den verschiedenen Milchprodukten wie Käse, Joghurt, Quark und so weiter. Auch die Molkereibetriebe sind darauf angewiesen, Preise in einer Mindesthöhe für ihre Produkte zu bekommen. Der Fuhrpark ebenso wie der Maschinenpark verursachen Kosten, die zu decken sind. Sprit, Versicherung, Wartung und Instandhaltung sind wahrscheinlich nur die wichtigsten aber nicht die einzigen Kostenfaktoren, die erst einmal in die Betriebskasse hinein gewirtschaftet werden müssen. Über kurz oder lang kann es nicht funktionieren, dass ein Teil der Wirtschaft immer steigende Gewinne erwirtschaftet, damit aber auf Kosten anderer – hier Erzeuger und Verbraucher – sein Unwesen treibt. Denn stimmt bei einem das Einkommen nicht, kann er beim anderen auch keinen Umsatz tätigen. Da nutzen dem Handel auch die modernsten Kassensysteme nicht, wenn diese Mangels tätiger Kassiererinnen nicht in Betrieb sind oder zumindest nicht den erhofften Umsatz zeigen. Denn Kassensturz ist immer am Ende. Das Ende muss aber nicht zwangsläufig mit Schrecken behaftet sein. Wenn alle sich auf faire Bedingungen einlassen, kann auch bei allen Beteiligten die Kasse stimmen.
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